Perfect Thoughts



Schicksal

Perfektion

Zukunft

Höhlengleichnis



Geschrieben in den Jahren 1999+2000

Gedanken zum Schicksal

Was für ein Zufall, dass wir uns hier treffen, könnte man sagen - kann man eben nicht so ohne Weiteres, denn im anderen Falle hält man es für Schicksal, dass man diesen oder jenen Termin verpasst hat, weil man ja seinen Partner fürs Leben gefunden hat.
Wer bestimmt also, was Zufall, was Schicksal ist. Man könnte auch sagen, was ist der Unterschied zwischen Zufall und Schicksal? Es ist unübersehbar, dass es nur eines von beiden geben kann:

Ein und das selbe Ereignis kann für die eine Person Zufall sein, z.B., dass eine Vase herunter gestossen wird, und für einen Anderen kann es Schicksal sein, weil er, aufgeschreckt durch den Lärm, aufsah, und die vielbesagte Frau fürs Leben fand. Und er wird sein ganzes Leben bei Gelegenheit von der so schicksalhaften Vase erzählen. Seine Frau wiederum würde uns eine ganz andere Geschichte erzählen, vielleicht auch keine, weil sie die Vase gar nicht bemerkt hat.

In einem Weltbild ohne ein höheres Wesen - in welcher Form auch immer - muss man also ganz ohne ein Schicksal auskommen, weil sich Schicksal wohl kaum aus unserer subjektiven Beurteilung ableitet. Das hiesse jedoch, dass mein gesamtes Leben an einem seidenen Zufallsfaden hängt, der jeden Moment reissen könnte oder dessen Ende auf falscher Höhe hängt, sodass ich gerade an dem Ereignis, der Person, der Situation vorbeifliege, dessen Conaisance für meine weitere Entwicklung als Individuum so wichtig gewesen wäre.
Somit ist mein Leben nur eine zufällige Aneinanderreihung von Ereignissen, dessen Eintreten ich nun wirklich in nur sehr begrenztem Masse beeiflussen kann.

Die grossen Religionen entledigen uns diesen Problems, indem sie uns entweder die Vorsehung, oder eine zweite und dritte Chance bieten:

Glaubt man ein eine Vorsehung, so ist es nur selbstverständlich, dass das Leben sich in jedem Fall zu einem, wenn auch nicht immer für uns erfassbaren, Kreis schliesst. Dies beinhaltet jedoch auch, dass man dem Kreis seines Schicksals in keinem Fall entrinnen kann. Kein Mensch kann also seinem Leben eine andere Richtung geben, als die Vorherbestimmte.
Ein teilweises Schicksal, dass man in Ausnahmen beeinflussen kann, ist natürlich Unsinn, denn wer will schon die Macht haben, zu entscheiden, was eine Ausnahme ist, und was nicht? Auch macht die Annahme eines göttlichen Wesens wenig Sinn, dass nur in bestimmten Fällen, oder sogar auf Bitten des Menschen hin, in die Weltgeschichte eingreift.
Nach welchenKriterien sollte es entscheiden, wo eizugreifen ist, und wo nicht? Nach eigenem Ermessen etwa? Ohne Grundsätze?

Also müsste es Mächte geben, die sich mit der Organisation unseres Schicksal befassen, und die die Möglichkeit haben, ihre Pläne in unser Handeln zu projizieren. Denn eines jeden Schicksal ist auf die eine oder andere Art mit denen seiner Mitmenschen verkn%uuml;pft. Wie sonst ist es möglich, dass eine Frau ihren Traumman findet, und er das Gleiche auch von ihr für sich behaupten kann? Dieser Zufall ist, wie es scheint, angesichts der Tatsache, dass es viele Millionen Menschen gab, gibt und geben wird, nahezu unmöglich. Wieviel irrealer ist dann wohl die Idee von einer zufälligen Organisation aller Ereignisse dieses Universums, dem Sein an sich?
 

Es scheint, als ob beide Möglichkeiten irreal sind, denn ein Wesen, das den gesamten %Uuml;berblick hat, ist genauso undenkbar, wie das zufällige Entstehen des Seins

Anmerkung:
Diese Überlegungen entstanden im Rahmen eines Philosophiereferats, bei dem das Thema frei gewählt werden durfte. Anfänglich wollte ich ein Referat über Blaise Pascal machen, ein genialen Mathematiker und Philosoph des 17. Jahrhunderts. Da ich mich aber schon seit längerem mit der Frage Zufall oder Schicksal befasst hatte, schien mir das eine gute Gelegenheit, meine Gedanken endlich mal zu Papier zu bringen.

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Der erste Schritt zur Perfektion

ist wohl eizusehen, das es sowas wie Perfektion in dieser Welt gar nicht geben kann!
Somit ist es wenig sinnvoll den Anspruch zu erheben, perfekt zu sein. Vielmehr macht es aber Sinn sich die Perfektion, im Bezug auf was auch immer, zum Ziel zu setzen, und beständig daran zu arbeiten, ihr nahe zu kommen .
Dieses Prinzip lässt sich sich auf jeden Bereich des Lebens übertragen, und k&oouml;nnte ein gutes Lebensmotte werden, so lange man sich nicht von seinem eigenen Perfektionismus kontrollieren lässt, und ernsthaft glaubt, irgendwann perfekt zu werden!!
Für das folgende ist es sinnvoll, sich mit dem Höhlengleichnis (s.o.) ein bisschen vertraut zu machen. Zu Beginn der Überlegung bzgl Perfektion sagte ich, das es so etwas wie Perfektion gar nicht geben kann. Es stellt sich dann natürlich die Frage, für was es dann dieses Wort gibt wenn es doch gar keinen Inhalt hat??? Wieder mal eine typische Arroganz des Menschen?
Wenn man sich das Höhlengleichnis ansieht könnte man die Perfektion mit der höchsten Erkenntnisstufe gleichsetzen. Und dann macht Perfektion durchaus Sinn. Denn eine Idee von etwas kann durchaus perfekt sein. Die Umsetzung dieser Idee ist dann natrlich etwas ganz anderes. Ein gutes Beispiel ist der mathematische Kreis. Jeder weiss, wie ein Kreis auszusehen hat, obwohl niemand behaupten kann, jemals einen perfekten Kreis gesehen zu haben. Ohne die Idee eines Kreises, die absolut perfekt ist kann es auch keine Abbilder geben. Genau wie im Höhlengleichnis, wo die Schatten einen Ursprung haben, und auch diese Figuren wieder einen Ursprung in den natürlichen Dingen haben, die sie darstellen sollen.

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Zukunft




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Das platonische Höhlengleichnis

Hier also das platonische Höhlengleichnis, das zum Verständnis meiner weiterführenden Gedanken zum Punkt Perfektion sehr wichtig ist. Wenn du es also schon kennst, brauchst du nicht weiter zu lesen. Der Einfachheit halber werde ich das Gleichnis anhand einer Skizze erklären.

Auf dem Bild ist also die besagte Höhle im Schnitt zu sehen. Unten in der Höhle sind Menschen zu sehen, die ihr gesamtes bisheriges Leben in dieser Höhle zugebracht haben. Auf Grund der Form der Höhle haben sie noch nie Tageslicht gesehen. Weil sie gefesselt sind, ist das einzige was sie sehen können, die Schatten an der Wand, die durch die Figuren entstehen, die oberhalb der Mauer vorbeigetragen werden, wie in einem Schattenspiel.
Für diese Gefangenen sind die Schatten künstlicher Gegenstände also die ganze, ihre ganze, Wirklichkeit.
Würde man nun einen dieser Menschen befreien und dem Feuer zuwenden, wäre er im ersten Moment mit Sicherheit völlig geblendet, und überwältigt, eine ganz neue Sicht der Dinge wäre für ihn möglich, er würde jetzt das Feuer als Lichtquelle erkennen, und die künstlichen Gegenstände als die ursprüngliche Wahrheit der Schatten an der Wand.
Man könnte den Menschen mit aus der Höhle herausnehmen, und mit Sicherheit wäre er total geblendet, und würde erst nach einiger Zeit die Schatten natürlicher Gegenstände und danach die natürlichen Gegenstände, die ja den Ursprung der künstlichen Gegenstände in der Höhle darstellen, erkennen. Dann erst wird zum Himmel sehen, und feststellen, das die Sonne der Ursprung des Lichts ist. Die Übertragung des Gleichnises sieht ihr am rechten Rand der Grafik!!! Das kann man sich auch selber zusammendenken *g*!!!

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